


Im Jahr 2009 gab es in Berlin weniger rechte Angriffe und Propaganda in Berlin als im Jahr zuvor, das haben die Opferberatung ReachOut und die fünf Berliner Register beobachtet. Ein Signal zur Entwarnung sei das allerdings nicht, sagte Sabine Seyb von ReachOut gestern bei der Vorstellung der Zahlen. Denn zum einen gäbe es nach wie vor viele rassistische Übergiffe in Berlin, zum anderen sei die Dunkelziffer nicht gemeldeter Übergriffe aus Angst vor weiteren Bedrohungen hoch. Und wenn in einem Jahr die Angriffe weniger werden, läute das noch keinen erfreulichen Trend ein. In der Vergangenheit sei die Zahl der Übergriffe nach einem Rückgang in den Folgejahren leider wieder gestiegen.
Sebastian Wehrhahn von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus berichtete von „Anzeichen für eine Radikalisierung der rechtsextremen Szene“. //10.3.2010