Viva el Hüftgold

Solange der Winter kalt ist, kann man weiterhin wunderbar wahrhaft nahrhafte Dinge essen. Solche, die gut sind fürs Gemüt und das Gold um die Hüften. Bei der Kälte braucht man schließlich jede Menge Energie. Zwei meiner liebsten Hüftgoldlieferanten möchte ich euch heute kurz vorstellen:

Gemocht habe ich sie eigentlich nie. Aber Seit gut einem Monat schwärme ich für Kartoffelpuffer. Für die, die es im Kater Mikesch in der Proskauer Straße in Friedrichshain gibt. Ein echtes Winteressen. Saftig, kross und mit Kräutern. Nicht zu hip, schließlich ist das Kater Mikesch keine Szene-Restaurant, sondern steht für bodenständige, sattmachende, großartige böhmische Küche. Das Bild sagt mehr als 1000 Worte …

Kartoffelpuffa im Kater Mikesch

Das Schaufenster vom Kater Mikesch

 

Die Kakaobohne – das wilde Tier

Die Kakaobohne ist ein wildes Tier. Voller Kraft und magischem Zauber. Und der Duft frisch gerösteter Kakaobohnen ist so markant-herb, so wenig süß, das er mir wohl ewig in meinem Duftgedächtnis bleibt. In’t Veld macht Schokolade. Bonvodou. So heißt sie. Nur aus wenige puren Zutaten gemacht. Seitdem ich sie vor ein paar Wochen das erste Mal gekostet habe, werde ich Milka, Ritter Sport & Co. nie wieder Schokolade nennen. Es sind Süßigkeiten, Schokolade ist etwas ganz anderes. Wirklich, ehrlich, Ehrenwort. Soviel der Schwärmerei. Int’ Die Bohnen werden im Laden geröstet, gepult und zu Schokolade gemacht. Int’t Veld ist ein Missionar, ein durchgeknallter leidenschaftlicher Verfechter von Schokolade. Wer seine Werkstatt betritt, wird wohl nicht wieder hinausgehen, ohne auch von Kinderarbeit bei Ferrero & Co. gehört zu haben. Und nicht ohne etwas etwas über die feinen Unterschiede in den Aromen von Kakaobohnen aus Madagaskar und Guinea gehört zu haben. Wahre Leidenschaft eben. Mein Favorit ist die tiefschwarze Schokolade mit Kirschen und Mandeln. Mit vier Euro pro Tafel ist sie nicht billig. “Schokolade ist ein Genussmittel”, kommentiert In’t Veld lakonisch. Aber wo er recht hat, da hat er recht.

Bis Anfang März ist der Winterladen in der Hufelandstraße 7 noch geöffnet.
Danach ist In’t Veld am Moritzplatz bei Coledampf’s zu finden.
Wer hinter das Geheimnis der Bonvodou-Schokolade kommen will, der kann für einen Nachmittag in die Werkstatt kommen und eine eigene Tafel schaffen inklusive Kakaobohnen-Pulen.

 

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