Lila-weißes Fußballglück – bei Tennis Borussia im Mommsenstadion

Bäume weg- freie Sicht aufs Spiel für alle!

Ich bin Fan von Union Berlin. Von den Kickern , die sich selbst ganz bescheiden “Fußballgötter” nennen. Vorigen Sonnabend bin ich fremdgegangen. Zu Tennis Borussia ins Mommsenstadion, zusammen mit Stefanie Barthold aka unrund. Und es war ein großartiger Fussballnachmittag. Auf dem Spielplan: das Veilchenderby. Tennis Borussia gegen Eintracht Mahlsdorf, Vereinsfarbe beider Mannschaften ist lila. 1:2 hat TeBe verloren. Aber auf einem soliden Platz im Mittelfeld der Berlin-Liga war das kein großes Drama. Ein guter Fussballnachmittag war’s auf alle Fälle.

Wie war die Stadionwurst? Gut, sagen die Fleischesser. Lecker aussehen tut sie, so sehr dass mir Vegetarier das Wasser im Mund zusammengelaufen ist.

Wie war das Spiel? Ja, okay, TeBe ist nicht die Bundesliga, nicht die 3. Liga, auch nicht die Regionalliga und schafft’s auch in der nächsten Saison nicht in die Oberliga. TeBe spielt in der 6. Liga, der legendären Berlin-Liga. Aber: an schlechten Tagen spielt Union auch nicht atemberaubender. Dafür fließt Herzblut beim Spielen und am Spielfeldrand. Und: als Zuschauer ist man meist ganz nah dran. Allein das bringt jede Menge Spaß.

Das mit dem Nah-Dran-Sein war zuletzt nicht immer so. Auswärtsspiele fanden auf Nebenplätzen statt, wo nur jeder zweite der gut 300 TeBe-Fans die freie Sicht aufs Spiel hatte. Manchmal waren die TeBe-Anhänger hinter Baumreihen verbannt. Kein Spaß für Fußballfans, worauf sie im Veilchenderby dann auch nachdrücklich aufmwerksam machten. Die am Spielfeldrand symbolisch drapierten Bäume wurden in einer spektakulären Kletteraktion (Foto oben) abgeschnitten.

Spannung im Mommenstadion

Bierpegel im Stadion? Wenig Vorglüher. Während bei Union schon vor dem Spiel erste Schnapsleichen durch den Wald taumeln, ging es im Mommsenstadion gemählicher los. Das steigerte sich dann in der 2. Halbzeit. Klar, das Spiel war mäßig gut, die Sonne schien und das Bier ist preiswert.

Musikalische Leistung am Spielfeldrand? Laut und originell. Was will man mehr im Stadion? Um die 300 TeBe sind beim Spiel dabei, da geht schon einiges. Und Harald Juhnke als Gegenstück zu Nina Hagen? Nix da. Während Nina Hagens Stadionhymne für Union rauf und runter gesungen wird, gibt es bei TeBe keine derartige Hymne zum Mitsingen Mitgrölen. Zugeben, bei Nina Hagen mit Stadionkulisse kriege ich Gänsehaut. Habe ich aber bei TeBe nicht vermisst. Individuelle Sangeskunst geht vor großer Hymne, auch schön.

Nächste Spiele?
Sonntag, 22.4. um 14 Uhr: TeBe – RSV Rudow
Sonntag, 29.4. um 14 Uhr: VfB Hermsdorf – TeBe
Freitag, 4.5. um 19.30 Uhr: TeBe – SC Staaken

Jubel! TeBe schießt das Ausgleichstor.

Die Krönung zum Schluss? Die TeBe-Spieler kommen Abklatschen. Und da sind nicht nur die Kids scharf drauf.

Spieler abklatschen nach dem Spiel

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