Noisolution, Rock und Chili vegan

Bei Backstage denkt man an Sex, Drugs and Rock’n Roll, Groupies und blauen Zigarettendunst. Das wilde Leben hinter der Bühne verlockt zu noch wilderen Phantasien über das, was hinter der Glastür zum Bühnenhintergrund passieren mag. Arne Gesemann, Gründer und Herz vom Berliner Label Noisolution, feierte mit seinem Label und “seinen” Bands den fünfzehnten Geburtstag – und wir waren eingeladen; allerdings nicht auf der Bühne, sondern dahinter. Und es war spannend.

Backstage im Festsaal Kreuzberg (Foto: Johanna von Stülpnagel)

Dass ein Musiklabel heutzutage fünfzehn Jahre alt wird, ist eine Seltenheit in der zunehmend flatterhaften und kompetitiven Musikindustrie. Es muss Arne Gesemann, dem Kopf des Kreuzberger Labels Noisolution zuzurechnen sein, dass er das schier Unmögliche geschafft hat: klein und fein, sich selbst und seinem Musikgeschmack treu zu bleiben. Und einen Musikerkreis um sich zu scharen, der sowohl Newcomer aus Gütersloh als auch „alten Hasen“ der L.A.-Musikszene vereint.

Text | Interviews |Video: Johanna von Stülpnagel und Nicole Walter
Fotografien: Caroline Pankert und Johanna von Stülpnagel, Idee | Konzept: Bastian Ernicke

Gegründet wurde das Label 1995 und im Laufe der kommenden fünfzehn Jahre nahm es eine vielseitige Auswahl an Berliner und internationalen Bands wie MOTHER TONGUE, JINGO DE LUNCH, KATE MOSH und SCUMBUCKET unter Vertrag. Anlässlich des Jubiläums waren nun am 12. November einige der Bands in den Festsaal Kreuzberg geladen, um eine – dem Label würdige – Independent-Rockshow zu veranstalten.

Allen voran stürmte die Heavy-Rock Combo ULME aus Hamburg, gefolgt von sound-gewaltigen Kostproben des Debutalbums von FUTURE FLUXUS. Später stimmte der aus L.A. stammende Leadsänger der Band JUD leisere Akustiktöne an, bevor schließlich JINGO DE LUNCH (unter dem Pseudonym 13 MINUTES TO LUNCH angetreten) den Zeiger wieder auf Punk drehte. Tod Ashley von FIREWATER bewies Mut zur Lücke indem er ganz allein, nur mit seiner Gitarre und Stimme auftrat, THE PICTUREBOOKS hingegen standen gleich mit vier Mann und einem Helfer auf der Bühne. Und am Ende gab es noch ein großes Finale mit EARTHBEND, die nicht allein waren – GODS OF BLITZ kamen als Überraschung gleich mit dazu.

Die Bands beim Noisolution Jubiläum:


Der Klick auf den Bandnamen führt direkt zum Interview:
Johanna Raeder, Praktikantin bei Noisolution | EARTHBEND | JUD | ULME | Jörg Heinz Günter Grünke, Fahrer von EARTHBEND | THE PICTUREBOOKS | Dany Rau, Konzertmanager | Tod A. von FIREWATER | Claus Grabke | FUTURE FLUXUS | Yvonne Ducksworth von JINGO DE LUNCH

Wie die Feier losging

Das Pult für Licht und Ton

Doch die Feier hatte ihren Vorlauf, schon um zwei Uhr mittags standen die Tore des Festsaal Kreuzbergs weit offen für Tourbus, Musikinstrumente und jede Menge Kabel und Technik. Das noch frei zugängliche Mischpult des Toningenieurs, welches er mit geübtem Griff zum Soundcheck in Betrieb nimmt, lässt jedes Flugzeugcockpit alt aussehen. Zu knallendem Schlagzeug des Drummers von THE PICTUREBOOKS suchen wir uns  unseren Platz zwischen Toningenieuren, Caterern, Veranstaltern und Produzenten, Kabelträgern und Beleuchtern. Als Backstage Reporter unterwegs zu sein bedeutet vor allem eins: nicht am falschen Fleck zu stehen. Trotz des Rummels gelingt es uns, die musikalischen Akteure und auch einige klassische „Backstage-Bewohner“ vor das Mikro zu locken. Unsere erste unbedarfte Frage an alle: „Was machst du hier und wer bist du?“ offenbart uns als totale Musikzirkus-Neulinge, die „Backline Sharing“ eher für eine Art gemischtes Doppel als für das gemeinschaftliche Nutzen der Musikinstrumente halten.

Dank des magischen rosa Bändchens am Handgelenk, welches uns als „Backstagepass-Inhaber“ ausweist, diffundieren wir den ganzen Tag und Abend lang zwischen Publikum und Bühnenhintergrund. Auf diesem Weg eröffnen sich völlig neue Erkenntnisse über das, was einen Backstagebereich wirklich ausmacht: gepflegtes Understatement und gute Organisation. Ziemlich unaufgeregt geht es dort zu, die Bands begegnen sich eher wie Kumpels als aufgedrehte Künstler. Für Extrawürste ist zwischen Wäscheständer (für die Geschirrhandtücher) und den ratteligen Bänken im Keller unter dem Festsaal auch kein Platz. Einige Musiker erwähnen lobend, dass sich „die Drummer“ immer mal „’ne halbe Stunde vorher warmmachen“, aber der Rest bevorzugt ein Kräuterbierchen und ein nettes Gespräch unter Kollegen als Warm-up. Nur Tod A. ist aufgeregt, er spielt zum ersten Mal ohne Band: „there’s no one to make me sound good“ – Bescheidenheit ist seine Zier – und tigert vor seinem Auftritt durch die Katakomben. Oben sammeln sich gerade die ersten Gäste.

Ein Konzertgänger von “Bugfryer” über seine Erwartungen an den Abend

Arne Gesemann hat früh schon angefangen, Kassetten zu machen. Später ist er als Praktikant bei einer Plattenfirma weiter in die Musikwelt eingetaucht und dann irgendwann “in der Branche hängengeblieben”, sagt er. Sein Studium lässt er immer weiter in den Hintergrund treten, widmet sich vollauf der Musikbranche. Beim Berliner Label Vielklang wird er Chef eines Sublabels – der Grundstein für Noisolution. Heute ist er das Herz von Noisolution, kümmert sich um alles von der Promotion über CD-Pressung und Vinyl, stellt die Kontakte zu Booker und Konzertmanager her.

Ein klassisches “Berlin Label” ist Noisolution für ihn definitiv nicht, viele der Bands auf seinem Label leben ganz woanders. Er selbst hängt an Kreuzberg, hat fast immer hier gearbeitet. Sein heutiges Büro in der Cuvrystraße, hat den Zweitnamen “Pommesbude”. Klar, direkt im Erdgeschoss, ein großes Fenster zur Straße und nur einen Steinwurf vom Görlitzer Park entfernt. “Vor allem im Sommer steht fast immer wer vorm Fenster, Freunde, Bekannte, Musiker, Kollegen”, sagt Arne Gesemann.

Manchmal hat er das Gefühl, dass ein Stück Kultur verloren geht beim digitalen Musikhören: “Man macht den Rechner an und irgendwas kommt immer. Aber so manisch Musik hören wie vor zehn, zwanzig Jahren, das ist kommt heute seltener vor.”

Front of House, hier schlägt das Herz der Ton- und Lichttechnik. Foto: Caroline Pankert
Arne Gesemann, Labelchef von Noisolution (Foto: Caroline Pankert)

Die Jungs von ULME sind kurz vor ihrem Auftritt völlig entspannt – der Bassist widerlegt sogar ganz wörtlich das Klischee des abgedrehten Musikgenies im Backstagebereich. Fast aufreizend lässig fläzt er entspannt im Sessel herum: „Was ich mache, unterscheidet sich doch  nicht viel vom Handwerker. Der schmeißt die Säge an, wenn er auf Arbeit geht, und macht was Tolles. Und ich schmeiß meine Gitarre an, wenn’s losgeht  und mach was Tolles“. So einfach ist Musik, wenige Minuten darauf rocken ULME den Laden – und wie.

Später am Abend werden wir Zeuge, dass ein Auftritt auf der Bühne zwar ganz unprätentiös, aber durchaus minutiös vorbereitet sein kann: der Drummer von FUTURE FLUXUS schlüpft geschwind in Sportshorts und FlipFlops, denn das Trommeln ist harte Arbeit. Als er von der Bühne zurückkommt ist er klitschnass, wie fast alle, die wieder aus dem Scheinwerferlicht treten. Der Berg frischer weißer Handtücher neben dem Backstage-Buffet liegt nicht zufällig da, sagt Gary Schmalzl von JINGO DE LUNCH, der sich als einer der nächsten auf der Bühne nassschwitzt.

Das Backstage-Buffet mit Tomaten, Radieschen, Gurkensticks und veganem Chili (Foto: C. Pankert)

Unten am Buffet gibt’s Stulle mit Wurst und Käse, Gemüserohkost und veganes Chili “con Carne”. Drogen, Schnaps und leichte Mädchen: Fehlanzeige, wenn man mal vom Bier absieht. Tim Liedtke, der Bassist von ULME, klärt auf: Er ist Vater von zwei Kindern, am Sonnabendnachmittag ist er wieder für die Familie da,  zu Hause in Hamburg. Für die Legende vom wilden Gitarristenleben hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Eigentlich ist er Koch und wie fast alle der anwesenden Musiker vollzeitbeschäftigt, viele sogar außerhalb der Musikindustrie. Drogen sind einfach „unprofessionell“ und von Musik allein kann kaum noch jemand leben, da sind sich alle einig. Auch , Tour- und Konzertmanager, der uns gleich erklärt, warum das so ist. Er sorgt an diesem Abend mit dafür, dass das Konzert 1a über die Bühne geht, und hat in seinen 28 Jahren als Musikmanager auch schon ganz andere Sachen gemeistert. Die Touren von Zweiraumwohnung zum Beispiel, Konzerte der Sex Pistols und der Toten Hosen, und von Kanye West. Mit Arne, Labelchef von Noisolution, ist er dicke befreundet. Arne nennt Dany den “Backstage-König”. Uns erzählt Dany, was er an Arne Geseman und Noisolution schätzt, warum er ein gerne ein Pedant ist, Drogen für unprofessionell hält und welche Bands er privat auf Konzerten hört.

Dany Rau vor dem Festsaal Kreuzberg (Foto: Nicole Walter)

Interview mit Dany hören

Während die einen Backstage über den Beats brüten, zupfen die anderen bereits (ohne Verstärker) die Saiten. Kurz vor den Auftritten wird sich noch schnell das Motto-Tshirt übergestriffen, Yvonne Ducksworth von JINGO DE LUNCH singt sich neben dem Kühlschrank mit den Cocktail-Limetten warm. Hautenge Jeans sind das Kleidungsstück du jour bei THE PICTUREBOOKS, deren Drummer mir nach dem Auftritt das Schlagzeuger-Äquivalent des „Tennisarms“ zeigt: getapte Finger, Blasen und Schwielen vom vielen Trommeln. Aber glücklich sehen sie aus, die Jungs und sie spielen nicht allein fürs Publikum, sondern auch für „ihren Arne“, dem „Vater“ des Geburtstagskinds Noisolution.

Eine kleine Sammlung bewegter Bilder, vom ersten Soundcheck bis zum Haare trocken rubbeln am Ende gibts hier:

Jingo de Lunch

Im allgemeinen Backstagetrubel stolpern wir über das Kreuzberger Hardrock/Punk-Urgestein , eine Band die bereits seit 1987 mit wechselnder Besetzung existiert und schließlich 2010 bei Noisolution untergekommen ist. Feste Größe der Band ist die Sängerin Yvonne Ducksworth, die wir zusammen mit dem erst Ende 2009 dazugekommenen Gitarristen Gary Schmalzl zu Bühnenhintergrundsmythen, Auftrittsritualen und dem Berliner Publikum befragen. Die beiden als entspannt zu beschreiben wäre untertrieben – endlich bedient mal einer das Klischee von Sex, Drugs’n Rock an Roll, wenn auch die Aussagen dazu mit mehr als einem Körnchen Salz zu sehen sind.

Das Interview mit JINGO DE LUNCH alias SHORT BREAK FOR LUNCH







JINGO DE LUNCH alias SHORTBREAK FOR LUNCH (alle Fotografien: Caroline Pankert)

The Picturebooks

“Arne ist ja auch ‘ne coole Sau” – der Bassist Tim von THE PICTUREBOOKS sagt kurz und knackig, warum die Band bei Noisolution ist. Von einem Dachboden in Gütersloh, mit einem Schlagzeug aus Ikea-Möbeln führt der Weg der Band zu Noisolution. Im Festsaal Kreuzberg stehen sie zusammen mit Claus Grabke auf der Bühne, stolzer Vater von Fynn, dem Sänder der PICTUREBOOKS. Sie sind mit bei den ersten, die schon am frühen Nachmittag im Konzertsaal sind und die ersten, die wir interviewen. Die Jungs sind engste Freunde und begeisterte Skater. Nur nicht auf Tour, da werden alle Hände und Füße nur für die Musik geschont. Zurzeit arbeiten die PICTUREBOOKS hart an ihrem dritten Album und touren durch die Schweiz und Tschechien, am 9. Dezember spielen sie im White Trash in Berlin.  Uns erzählen sie, wie sie zu Arne und Noisolution gekommen sind, wie sie sich auf einen Gig vorbereiten und welche Sounds, sie mit Berlin verbinden.

Das Interview mit THE PICTUREBOOKS

THE PICTUREBOOKS (alle Fotografien: Caroline Pankert)

Claus Grabke

Claus Grabke ist mit den PICTUREBOOKS da, der Vater von Sänger Fynn, und spielt beim Gig die Gitarre, als der “Live Zusatzmusiker”, sagt er ganz bescheiden. Das schon mal in der Kurzfassung. Zwischen Arne und ihm war es “Liebe auf den ersten Blick”, als er “major label-verseucht” bei ihm in Kreuzberg im Türrahmen stand. Wir interviewen ihn mitten in der Küche des Festsaals, zwischen Herdplatten und Geschirrtüchern auf dem Wäscheständer. Ein schickes, spannendes Gespräch, in dem er uns erzählt, wie er seinen Sohn in dem “Haifischbecken” Musikwelt schützen will, was Arne damit zu tun hat, was Noisolution von den großen, major Labels unterscheidet. Über die Grabke’sche Regel, was zu tun ist, wenn man es mit rechtsextremen Hausmeistern beim Soundcheck zu tun bekommt, über Konzerte in der Teestube Lindern und Konzertgänger, die “zu cool zum kacken sind”. Und zum Schluss des Interviews fasst er für uns sein Leben in rasanten drei Minuten zusammen, was absolut hörenswert ist. “Die Spannung bei Claus Grabke fällt nie ab” – soviel schon mal vorab.

Das Interview mit Claus Grabke

Claus Grabke – fotografiert von Caroline Pankert.

Tod A. von Firewater

Tod A.heißt eigentlich Tod Ashley und ist mit seiner Band Firewater bei Noisolution. Für diesen Abend kommt er eigens aus Istanbul, wo er gerade am neuen Album arbeitet und die rhythm-tracks aufnimmt. Zuvor ist er von Delhi über Pakistan in die Türkei gereist, um vor Ort mit lokalen Musikern die Rhythmen aufzunehmen. Eines seiner nächsten Ziele ist Iran. Er liebt es, auf seinen Alben Menschen zusammenzubringen, die sonst durch politische Grenzen getrennt sind: aus dem Iran, aus Israel, aus den USA, zum Beispiel. Vor dem Noisolution-Abend sei er “extrem nervös”, weil er erstmals solo spielt, sagt Tod A. und will gleich weiter backstage proben. Deshalb ist unser Interview nur ein paar Minuten lang. Völlig unnötig, diese Aufregung, denn schon als er am frühen Nachmittag als einer der ersten zum Soundcheck ansetzt, bleibt fast jeder im Festsaal begeistert stehen und hört zu.

Das Interview mit Tod Ashley

Ulme

ULME treffen wir backstage, kurz vor ihrem Gig, ganz entspannt auf dem Sofa sitzend. Kurze Zeit später rocken sie den Festsaal. Bei Noisolution sind sie seit 2006, seit ihrer “Wiedervereinigung”. Ziemlich fix ging das, erinnert sich Sänger und Gitarrist Arne Heesch. Wir sprechen mit ihnen über ihren Weg zu Noisolution, wie es ist, als erste zu spielen, über Bifi und Ei-Brötchen im Tourbus, über das Aufwärmen vor dem Auftritt und das “Berliner Rauschen”. Ulme spielen am 30. November im Schokoladen in Berlin.

Das Interview mit ULME


Future Fluxus

Mit FUTURE FLUXUSsitzen wir am Nachmittag auf der Bierbank im Backstage-Keller. Die Band gibt es seit einem Jahr und gut zwei Monaten. Sie sind das “neue Kind von Noisolution”, sagt Bassist Falko. “Das macht den Abend für uns so spannend, uns kennt hier ja noch keiner richtig.” Tom, der Sänger und Gitarrist der Band, war zuvor schon mit Kate Mosh beim Label Noisolution. FUTURE FLUXUS lieben Musik, die dreckig ist und laut, nicht den perfekt glatt gebügelten Klang. Gerne spielen sie auch an Orten, die alles andere sind als die üblichen Clubs und Konzertsäle. Zum Beispiel in einem Schuhladen oder mit den Füssen im Meer stehend. Gut, wenn die Menschen nah dran sind und direkt sehen und hören, wie unsere Musik entsteht, sagen sie. FUTURE FLUXUS spielen am 9. Dezember mit den PICTUREBOOKS im White Trash in Berlin.

Das Interview mit FUTURE FLUXUS


Earthbend

EARTHBEND liefern die Hängepartie des Abends. Mehr als hundert Kilometer von Berlin entfernt, gibt der Tourbus erstmal den Geist auf. Dabei sollten sie einen Teil der Backline stellen, sprich anderen Bands einige Instrumente und ihr Equipment borgen. Daraus wird nichts, stattdessen lotsen Dany und Arne die Jungs von EARTHBEND nach Berlin, reagieren spontan auf die Situation. EARTHBEND laufen schließlich im Festsaal Kreuzberg ein und liefern mit GODS OF BLITZ ein feines Rock-Set ab.

Jud

Die Band war, ganz gegen ihre Gewohnheiten, für ein Acoustic Set eingeladen. Für die Musiker Grund genug, das Interview mit uns kurz und knackig zu halten, um vor dem Gig nochmal zu proben. Gerne hätten sie länger auf der Bühne gespielt, aber bei sieben Bands am Abend ist jeder mal am Zug. Uns erzählen sie, wer für sie “honest rock” macht und was sie mit Arne und dem Noisolution-Label verbindet.

Das Interview mit JUD

Johanna Raeder

Johanna Raederist selbst Musikerin, macht ein Praktikum bei Noisolution und hat seit längerem auf diesen Abend zugearbeitet. Uns erzählt sie, warum sie sich gegen andere besser bezahlte Praktika entschieden hat und stattdessen für das Label Noisolution.

Das Interview mit Johanna Raeder

Johanna Raeder fotografiert von Caroline Pankert

Jörg Heinz Günter Grünke, der “Grüne”

Jörg Grünke

Als der Abend schon fast zu Ende gegangen ist, treffen wir noch Jörg Heinz Günter Grünke, seines Zeichens langjähriger Fahrer und “Backline” Organisator der Gruppe EARTHBEND. Neben “den Jungs”, die er allesamt als gute Freunde bezeichnet, hat er noch viele andere Musiker gefahren, deren “Merchandise” er ebenso verkauft und andere anfallende Arbeiten erledigt. Haupt-Nebenaufgabe der Band-Betreuung war, seiner Aussage nach, das Suchen und Einsammeln von verloren gegangenen Drummern. Warum gerade Drummer (und hin und wieder auch Bassisten) auf Tour verschütt gehen, beantwortet er mit einem amüsierten Schulterzucken: “Drummer halt”. Nach all der ehrenamtlichen Zusammenarbeit und den vielen späten Stunden im Backstagebereich ist Jörg Grünke einfach nur müde und wünscht sich ganz bescheiden “Schlaf und eine Dusche”, auch wenn er das Zusammensein mit alten Kumpels und das Tourleben, mit all seinen Interessanten Typen die er dort kennen gelernt hat, nicht missen möchte.

Das Interview mit Jörg Grünke

:::

Die Links zu den Bands:

NOISOLUTION

JINGO DE LUNCH

THE PICTUREBOOKS

CLAUS GRABKE

TOD A. (FIREWATER)

ULME

FUTURE FLUXUS

JUD

EARTHBEND

im Festsaal Kreuzberg (Foto: Caroline Pankert)

Posted in Audio, Backstage, Feature, Hören and tagged with , , , , , . RSS 2.0 feed.

9 Responses to Noisolution, Rock und Chili vegan

  1. herbert says:

    Ganz großer Sport!!

  2. James says:

    Sehr schöner Bericht über einen sehr schönen Abend!
    Der Link zu JUD fehlte noch…
    ;-)

  3. nicole says:

    Si,si, der JUD-Link ist mit jetzt drin :-)

  4. taiginseng says:

    nun kann ich endlich weiter lesen und hören und mir die zeit vertreiben..bsb war ja leider temporär nicht erreichbar, bleibt aber hoffentlich die ausnahme.

    • ernieundbert says:

      ja, tut uns leid. bier statt blumen hat gerade einen serverumzug hinter sich und uns sind dabei ein paar kisten vom laster gefallen. jetzt läuft der laden wieder.

  5. elektrolurch says:

    Ich schließe mich dem Vorkommentator an. Backstage|Noisolution ist schon sehr gelungen.

  6. Jesus says:

    Hösch!

    selten so eine runde sache gelesen gesehen gehört und gedacht: schade war ich nicht dabei! aber ich hab ne ausrede: ICE war zu teuer.

    forsch ins 2011, jetzt erstmal n paar ruhige tage allen.

    Jesus Fisch

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>