Chalotte Pulver macht den Roadrunner’s Club zum Laufsteg

Diesen Samstag feiert die Neuköllner Modedesignerin Charleen Sill ihre neue Kollektion. Nicht in einem glamorösen Modetempel, sondern inmitten der neuen Partyreihe Barracuda Ballroom Night im Roadrunner’s Rock und Motor Club in Prenzlauer Berg. Das passt, denn die Macher der Barracuda Ballroom Nights wollen die Lebenslust des Rock’n Roll feiern, und Charleen Sills Entwürfe spiegeln das wider.

Im Mai 2010 hat die gebürtige Berlinerin ihr Modelabel “Chalotte Pulver” gegründet. “Chalotte Pulver” – dahinter steht Sills Begeisterung für die Schauspielerin Liselotte Pulver und ihr Lieblingsname Charlotte, so wie ihn die Berliner aussprechen. An der Berliner Hochschule für Technik hat die 28jährige Modedesign studiert und zunächst als Freelancer für einige Modeunternehmen gearbeitet,

Die Mode ihres eigenen Labels “Chalotte Pulver” entwirft und näht Charleen Sill in ihrem Atelier in der Neuköllner Donaustraße, das sie zusammen mit ihrer Kollegin Heike Ranziger (“Eilbotenanstalt Berlin”) betreibt. Ihr Atelier in der Parallelstraße zur Karl-Marx-Straße im Herzen Neuköllns haben die Modemacherinnen zudem zu einem kleinen Laden ausgebaut, in dem sie ihre Kollektionen zeigen.

Die Inspiration für ihre Entwürfe holt sich Charleen Sill u.a. aus dem reichen Fundus der Fünziger Jahre. “Die Lebenslust dieser Zeit, die fasziniert mich”, sagt sie. Aber auch andere Einflüsse prägen ihre Mode: “Eine Reise nach Mexiko hat mich stark beeindruckt, vor allem auch das Leben, die Farben und Formen der Malerin Frida Kahlo.” Ihre aktuelle Kollektion, die auch am Sonnabend im Roadrunner’s Club über den Laufsteg geht, hat sie “The Outlaws” getauft. In Anlehnung an die raue, wilde Welt der Cowboys.

Steht das Thema einer Kollektion, durchstreift Charleen Sill die Läden und Lager verschiedener Stoffgroßhändler, zum Beispiel in Mitte und Charlottenburg. Wenn sie einen Stoff sieht, befühlt und sich im Kopfkino eine Geschichte abspielt, dann weiß sie, dass sie richtig liegt. So wie bei dem braun-weißen Pünktchenstoff in der “Outlaw”-Kollektion: “Da hatte ich sofort das Bild von Julia Roberts vor Augen im Film Pretty Woman”, erzählt sie.

Bewährt und robust: die Phoenix-Nähmaschine

Wie macht man sich als Modesigner einen Namen in Berlin, frage ich Charleen Sill. Durch die Mundpropaganda von Kunden, indem man sich sukzessive bekannt mache durch das Ladenlokal, mit Modenschauen, mit Nähkursen und Adventsshopping-Nachmittagen, zum Beispiel. “Das braucht einen langen Atem”, sagt Sill. Außerdem ist sie im Neuköllner Modenetzwerk Nemona, das Modedesigner und -produzenten im Bezirk verknüpft, bekannt macht und fördert.

mehr:

* Die Modenschau am 10. Dezember geht im Roadrunner’s Club in der Saarbrücke Straße 24 über den Laufsteg, u.a. eingerahmt von Musik von den Mentalettes.
* Regelmäßig geben Charleen Sill und Heike Ranzinger auch Nähkurse für Anfänger und Geübte in ihrem Atelier in der Donaustraße 83.

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