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Über Torjäger und Männerhelden

(c) Das Banner der Aktion Libero

Schnell, spritzig, schwul, torgefährlich. Ein Wort passt da nicht rein – scheinbar. Fussball und Homosexualität scheinen oft zu sein wie Bayern München und der 1. FC St. Pauli, wie Uli Hoeneß und Theo Zwanziger, wie Stadionwurst und Prosecco: Unvereinbar. Damit das nicht so bleibt ist vor einem Jahr die Aktion Libero gestartet: Sportblogger setzen sich ein gegen Homophobie im Fussball. Viele Blogger haben am 16. November 2011 zeitgleich über das Thema gebloggt, darunter die Gründungsmitglieder der Aktion Libero Stefanie Barthold (unrund) und Alex Feuerherdt (auf Lizas Welt), die Spielfeldschnitte und auch bier statt blumen war hier mit von der Partie.

Was hat sich seitdem getan? “Schwul” ist in den Stadion heute immer noch ein Schimpfwort, kein Kompliment.  Und, nein, kein schwuler Bundesliga-Spieler hat sich geoutet. Das wäre wohl eine Zeitlang der Gesprächsstoff Nummer Eins unter Freunden des runden Leders. Aber darum geht es im Kern gar nicht. Was zählt ist, dass es gelingt “Menschen stärker zu sensibilisieren. Ihnen vor Augen zu führen, was sie da eigentlich für einen furchtbaren Unsinn von sich geben, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Ihnen zu verdeutlichen, dass Sie mit homophoben Gesängen eine ganze Reihe derer ganz persönlich treffen, die mit ihnen im Block stehen und eben noch mit ihnen die eigene Mannschaft angefeuert haben”, schreiben die Macher der Aktion Libero heute in ihrem Blog.

bier statt blumen gratuliert der Aktion Libero zum ersten Jubiläum und wünscht weiterhin VIEL ERFOLG!

Die Helden von Moabit – Fussballwunder BAK wirft Erstligist Hoffenheim aus dem Pokal

Schnell. Mutig. Respektlos. So haben die Fussballer vom Berliner Athletik Klub am Wochenende den Erstligisten Hoffenheim aus dem Pokal geschmissen. Ein großartiges Fussballfest war das im Poststadion von Moabit. Schon als das 1:0 in der 2. Spielminute fiel, bebte die Hütte. 1. 468 Zuschauer waren gekommen: Familien, junge Nachwuchs-Kicker von BAK, türkische Männerriegen und Muslima in Kopftüchern, Hoffenheim-Fans und viele, die einfach nur auf einen spannenden Fussballnachmittag hofften und als BAK-Fans nach Hause gegangen sind.

Die Olympia-Stars von morgen trainieren in Hohenschönhausen

Murat Yildirim (c) nic

Trainiert haben sie in Hohenschönhausen, jetzt kämpfen sie in London um Medaillen: Gut zwölf Sportler haben an der Elite-Sportschule in Berlin trainiert und für den Schulabschluss gebüffelt. Die Schwimmerin Britta Steffen ist eine von ihnen, ebenso die Wasserspringer Patrick Hausding und Maria Kurjo. Heute trainieren im Sportforum Hohenschönhausen vielleicht schon einige Olympioniken von morgen. Das Leben in der Eliteschule des Sports ist hart, dafür ist die Chance im Sport ganz nach oben zu kommen für einige zum Greifen nah.

Murat Yildirim sitzt am Tag seines Schulabschlusses 1.300 Kilometer von der Aula seiner Schule entfernt in einer Boxhalle in Sofia. Das Zeugnis holt seine Familie zu Hause in Berlin ab, Murats Gedanken sind ganz im Boxring. Er träumt vom Europameistertitel. Der 16-Jährige hat erst die Berliner Meisterschaften im Junioren-Boxen gewonnen, danach die Deutschen Meisterschaften. Jetzt will er sich auch den U17-Europameistertitel in seiner Gewichtsklasse holen.

Murat hat bis zu seinem Schulabschluss in diesem Sommer das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) besucht. Eine von 39 Eliteschulen des Sports in Deutschland. Auf dem Schulgelände, zu dem das legendäre Sportforum Hohenschönhausen gehört, gehen rund 1.200 Kinder und Jugendliche zur Schule und trainieren gleichzeitig auf höchstem Leistungssportniveau. Ihr Ziel: das Abitur oder den Mittleren Schulabschluss zu absolvieren und zugleich in ihrer Sportart mit dem Bundeskader bei Europa- und Weltmeisterschaften anzutreten. Einige haben die Olympiade 2016 im Blick. 17 Sportarten werden in Berlin trainiert: Schwimmen, Leichtathletik und Eishockey sind dabei, aber auch Bogenschießen und Fechten.
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Lila-weißes Fußballglück – bei Tennis Borussia im Mommsenstadion

Bäume weg- freie Sicht aufs Spiel für alle!

Ich bin Fan von Union Berlin. Von den Kickern , die sich selbst ganz bescheiden “Fußballgötter” nennen. Vorigen Sonnabend bin ich fremdgegangen. Zu Tennis Borussia ins Mommsenstadion, zusammen mit Stefanie Barthold aka unrund. Und es war ein großartiger Fussballnachmittag. Auf dem Spielplan: das Veilchenderby. Tennis Borussia gegen Eintracht Mahlsdorf, Vereinsfarbe beider Mannschaften ist lila. 1:2 hat TeBe verloren. Aber auf einem soliden Platz im Mittelfeld der Berlin-Liga war das kein großes Drama. Ein guter Fussballnachmittag war’s auf alle Fälle.

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Keine Lust auf “schwule Pässe” – TeBe Fans wollen grenzenlosen Fußballspaß

Im Mommsenstadion, Spielstätte von Tennis Borussia Berlin. Aufgenommen beim 5:3 Sieg von TeBe gegen Hermsdorf im Oktober. (Foto: Stefanie Barthold)

Aktion Libero – rund 70 Sportblogger haben sich zusammen getan, um heute über Homophobie im Fußball zu berichten. U.a. sind die Blogger von textilvergehen, Trainer Baade, Lizas Welt und unrund.com dabei.

bier statt blumen hat zusammen mit Stefanie Barthold (unrund.com), die die Aktion Libero mitorganisiert, mit Sebastian und Christian gesprochen: Beide sind eingefleischte Fans von Tennis Borussia Berlin (TeBe) – und haben die Aktion “Fußballfans gegen Homophobie”  mitgegründet.

“Schwul” ist eines der meist gebrauchten Wutwörter in den Fußballstadien: Von “schwuler Pass” bis “Schiedsrichter, du schwule Sau” passt so einiges rein in 90 Minuten. Read More »

Besuch bei den Fussballgöttern im Wald: Union Berlin gegen Werder Bremen

Union Berlin gegen Werder Bremen. Anfang September. Ein Testspiel, es geht um nichts. Die Trainer geben talentierten U20-Talenten eine Chance und lassen Spieler aus der 2. Reihe auch mal wieder Spielfeldluft schnuppern. Die Sonne scheint, die Fans glühen mit Bier vor, die Stadionwürste brutzeln und die Stimmung ist entspannt. Zum Schlusspfiff steht es 2:2. Bilder von einem guten Fussballnachmittag in der Alten Försterei:

Alles klar für den Antritt: Ein Co-Trainer von Werder wartet auf seine Jungs. (Foto: Stefanie Barthold | unrund.com)

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Hart am Wind: Galopprennen in Hoppegarten

Gargantus gewinnt das Rennen (c) Christian Martin

Christian Martin (Fotos) & Nic (Text) : Britische Fähnchen auch in Hoppegarten: Hier für Sir Lester Piggott. Eine britische Jockey-Legende,der mit seinen inzwischen 75 Jahren heute aber die mondäne Klubtribüne wesentlich anziehender findet als den Galoppersattel. Er war Stargast beim Rennen am vorigen Sonntag auf der Galopprennbahn Hoppegarten. Außerdem dabei: drahtige Rennpferde, ehrgeizige Jockeys, alte Rennhasen, Damen mit Sommerhüten und langen Schlangen vor den Wettschaltern.

>> Das Fotoalbum

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