berlin.stadtwelt
Keine Lust auf “schwule Pässe” – TeBe Fans wollen grenzenlosen Fußballspaß
Im Mommsenstadion, Spielstätte von Tennis Borussia Berlin. Aufgenommen beim 5:3 Sieg von TeBe gegen Hermsdorf im Oktober. (Foto: Stefanie Barthold)
Aktion Libero – rund 70 Sportblogger haben sich zusammen getan, um heute über Homophobie im Fußball zu berichten. U.a. sind die Blogger von textilvergehen, Trainer Baade, Lizas Welt und unrund.com dabei.
bier statt blumen hat zusammen mit Stefanie Barthold (unrund.com), die die Aktion Libero mitorganisiert, mit Sebastian und Christian gesprochen: Beide sind eingefleischte Fans von Tennis Borussia Berlin (TeBe) – und haben die Aktion “Fußballfans gegen Homophobie” mitgegründet.
“Schwul” ist eines der meist gebrauchten Wutwörter in den Fußballstadien: Von “schwuler Pass” bis “Schiedsrichter, du schwule Sau” passt so einiges rein in 90 Minuten. Read More
Alle Machos, Schulschwänzer und Kiffer ? Studie zur Jugendgewalt in Berlin wirft Fragen auf
Kommentar von Nicole Walter
Liest man die Schlagzeilen, hat man Eindruck, mit Berlins Jugend geht es steil bergab. Gewalt unter Jugendlichen auf dem Schulhof, in der Sporthalle oder auf dem U-Bahnsteig scheint fast alltäglich. “Jeder Sechste ist Opfer von Gewalt” schreibt die Berliner Zeitung. “Beim Schwänzen und Kiffen liegen Berlins Schüler vorne” titelt der Tagesspiegel online. “Gewaltopfer: Wir wurden alle Opfer von Gewalt” heißt es bei der BZ.
Die Studie, die dem zugrunde liegt, wirft viele Fragen auf und wirft von Wissenschaftlern kritisiert. Sie wurde vorigen Mittwoch in Berlin von ihrem Autor, Christian Pfeiffer, Kriminologe und Jurist, vorgestellt. Titel: “Jugendliche als Opfer ud Täter von Gewalt in Berlin”. Pfeiffer leitet das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen. In Auftrag gegeben und bezahlt wurde die Studie von der Berliner Landeskommission gegen Gewalt und mehreren Senatsverwaltungen. Die lobt Pfeiffer dann in der Studie und vor der Presse ausdrücklich für ihre “gute Präventionsarbeit”.
Befragt wurden für die Studie 3.167 Jugendliche der 9. Jahrgangsstufe in Berlin. Fast jeder zweite Jugendliche, den die Forscher befragen wollten, hat dies abgelehnt (Rücklaufquote 45 %). Anders ausgedrückt: Von 305 angefragten Klassen haben 121 abgesagt. Es sei damit nicht auszuschließen, dass bestimmte Schülergruppen nicht erreicht wurden, geben die Forscher zu. Pfeiffer schiebt das auf die Schulen, die nicht kooperiert hätten. Ein möglicher Grund: Es gab viel Kritik an der Art, wie die Fragen gestellt wurden. Daran, wie zwischen Jugendlichen mit deutschen Eltern und solchen mit nicht-deutschen Eltern unterschieden wurde. Und dass zu locker mit dem Datenschutz umgegangen worden sei.
Ergebnisse der Jugendgewalt-Studie:
Jetzt liegt die Studie vor. Einige Aussagen:
- 17,9 % der befragten Jugendlichen waren in den 12 Monaten vor der Befragung Opfer von Gewalt. Am häufigsten wurden sie körperlich verletzt, sexuell belästigt oder beraubt.
- Mobbing durch Lehrkräfte in der Schule erleben 37,6 % der Befragten.
- Dreiviertel der Befragten sagen, sie erlebten selten oder manchmal Schlägereien und Cybermobbing in der Schule. Jeder zehnte erlebt oft Schlägereien.
- Rund 60 % erleben selten oder manchmal Alkoholkonsum in der Schule. Etwa jeder zweite Befragte erlebt selten oder manchmal Raub, Erpressung oder Drogenkonsum. Nur wenige sagen, dies komme oft vor.
- 14,5 % der Befragten sagen, sie hätten in ihrer Kindheit schwere Gewalt durch ihre Eltern erlebt.
- Jeder fünfte der befragten Neuntklässler gibt laut der Studie an, in seinem Leben mindestens ein Gewalt- oder Eigentumsdelikt ausgeübt zu haben. Am häufigsten sind Ladendiebstähle, Körperverletzung, Sachbeschädigung ind Graffitisprühen.
Vernetzung ist alles – das Fashion Weekend Neukölln
Von Regina Lechner : neukoellner.net
Neukölln ist nicht unbedingt für sein Modebewusstsein bekannt. Das „Neukölln Fashion Weekend“ soll das ändern und junge Designer und Produktionsstätten aus dem Kiez vorstellen. Voriges Wochende fand es zum vierten Mal statt, im Heimathafen Neukölln an der Karl-Marx-Straße.
„RÜTLI-WEAR“ ist einem vielleicht noch ein Begriff. Mit T-Shirts, auf denen stolz „Rütli“ oder „Ein Herz für Neukölln“ prangt, poliert die Marke seit fünf Jahren das Image Neuköllns auf. Die Shirts von „JR Sewing“ sind ebenso mit einem einschlagenden Spruch bekannt geworden: „Is mir egal, ich lass das jetzt so“. Aber sonst, Mode aus Neukölln? Dabei hat unser Stadtteil tatsächlich eine sehr vielfältige Modeszene zu bieten abseits von Karstadt und C&A. Sie versteckt sich nur in Hinterhöfen, Nähzimmern und Fabriketagen.
Read More
“Neukölln ist nicht Catwalk, Neukölln ist Straße”
Mode aus, in und für Neukölln – die ging am vorigen Wochenende im Heimathafen an der Karl-Marx-Straße über den Laufsteg des “Neukölln Fashion Weekend”, kurz NKfWE. Ein Überblick über die NKfWE ist hier zu lesen.
Ich habe mit den Modemachern der Berlinfabrik Martin Mai und Nadine Vollstädt, mit dem Model Arne, den Macherinnen von “Sieben auf einen Streich”, Sabine Hülsebus, eine der Gründerinnen des Neukölln Fashion Weekends und mit jungen Besucherinnen gesprochen.
Prost!
Bier statt Blumen hat einen kleinen Preis bekommen, juchhee! Verliehen hat ihn uns rotkapi, und zwar genau hier. Da werden wir mal schnell knallrot vor Freude, knacken uns ein Pils und legen los. Denn “The Versatile Blogger”-Arward kommt mit einem Blumenstrauß von Aufgaben:
1. Bedanke Dich bei der Person, die dir diesen Preis verliehen hat (und verlinke sie).
2. Erzähl deinen Lesern sieben Dinge über Dich.
3. Verleihe diesen Preis an einen oder mehrere Lieblingsblogs.
4. Lass die Preisträger wissen, dass sie „The Versatile Blogger-Award“ gewonnen haben.
Dann fange ich mal gleich hiermit an: den Preis weiterreichen. Den Blogger-Award, den reiche ich hiermit weiter an:
* Neukoellner.net Für wunderbar lebendigen Journalismus aus Neukölln.
* Ich seh das so – careaux.net Für die tollen Fotografien aus Berlin, Marokko, Nepal, Barcelona, Wien … .
* Pieces of Berlin Für den Peter, die Amira, das Bärchen und den Lutz, und für all die anderen großartigen Portäts en miniature eingefangen auf den Straßen Berlins.
Die Biene Mayr am Moritzplatz – Der Prinzessinnengarten feiert das Stadthonigfest.
Morgen werden im Prinzessinnengarten am Moritzplatz die Bienen gefeiert: In dem offenen Garten in Kreuzberg steigt das Stadthonigfest. Vor Ort im Garten gibt es eine Gartenimkerei und schon seit einiger Zeit entdecken auch andernorts immer mehr Menschen in Berlin ihre Liebe zum Honig und den Bienen. Die Organisation “Slow Food” hat über 600 Stadtimker in Berlin gezählt. Die stellen ihre Bienenstöcke in Gärten und auf Dächern auf. Besonders spektakulär: Die Bienenstöcke auf dem Berliner Dom, der Bienenstock neben dem Planetarium am Insulaner und die beiden Bienenvölker auf dem Dach des Rathauses Marzahn-Hellersdorf.
Im Prinzessinnengarten erzählen morgen die beiden Stadtimker Erika Mayr und Heinz Risse, was es mit dem Bienenglück in der Großstadt auf sich hat. Anschließend nehmen sie Neugierige mit zu ihren Bienenstöcken. Später führen Robert Shaw und Marco Clausen durch den Prinzessinnengarten, und die Gartenköche servieren Ziegenkäse, Berliner Honig und Kräuter aus dem Prinzessinnengarten.
mehr:
>> Der Prinzessinnengarten im Netz.
>> Artikel über Stadtimker in Berlin bei Slow Food
>> Die Initiative “Berlin summt” kümmert sich um viele Bienenstöcke in der Stadt, u.a. auf dem Berliner Dom, am Haus der Kulturen der Welt und am Rathaus Marzahn-Hellersdorf.
















